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Fragen zum Musikunterricht
| Was ist besser, spielen nach Noten oder aus dem Stegreif? |
| Meine
Antwort bezieht sich auf die Volksmusik: Beides ist gut, aber Stegreif ist
besser. Die Noten sind lediglich ein Hilfsmittel um Musik in ihrer Grundstruktur
skizzieren zu können und dienen als Gedächtnisstütze. Wer
stur nach Noten spielt und glaubt, jeder Ton müsse genau so gespielt
werden, wie er auf dem Blatt steht, setzt sich selbst unter Druck, die Spielweise
wirkt mechanisch und unmusikalisch. Eine gefühlvolle und musikalische Interpretation ist erst möglich, wenn die linke Hirnhälfte nicht mehr mit technischen Problemen (z.B. Noten lesen, Fingersatz etc.) kämpfen muss. Dann kommt die rechte Hirnhälfte zum Zuge und das Stück kann verziert, variiert und improvisiert werden. Jetzt ist es Musik. Tipp für den Musikunterricht: Zuerst aus dem Stegreif spielen und erst dann die Noten lernen (Aber nicht mit der Griffschrift, sondern mit dem Violinschlüssel. Das geht auch auf dem Schwyzerörgeli). |
| Was nützen mich die langweiligen Übungen mit den Tonleitern und den Umkehrungen? |
| Die Melodien unserer Ländlermusik sind aus Tonleiterabschnitten und Akkordbrechungen zusammengesetzt. Wenn Sie die Tonleitern und Umkehrungen (aus denen die Akkordbrechungen resultieren) beherrschen, finden Sie sich in den einzelnen Tonarten viel besser zurecht. Das Melodiegeflecht wird verständlich, man weiss, wo die Töne auf der Tastatur zu finden sind und lernt so auch viel schneller auswendig zu spielen und das Stück zu interpretieren. Und nicht nur das, zum Improvisieren und Variieren können Sie die Töne der Tonleitern und der Umkehrungen über der harmonischen Struktur nach Belieben einsetzen. |